Tierärztin Janine Bahr van Gemmert von der Insel Föhr wurde vom Helfer-Team gebeten, bei der Rettungsaktion in Kirchdorf zu helfen. Mit den jetzigen Maßnahmen werde das Leid des Wales nicht verlängert, betonte die Veterinärin. „Ich war selbst mehrmals vor Ort“, so die Tierärztin. Bei der ganzen Aktion steht das Tierwohl vorne.
Der Ponton, Timmys Rettungsinsel, war zwischenzeitlich bis auf 20 Meter an Timmy herangeschwommen. Als der Wal jedoch erneut seine Schwanzflosse aus dem Wasser hob, stoppte er, setzte zunächst etwa 15 Meter, später noch etwas weiter zurück. Aktuell warten die Helfer ab, dass Timmy sich wieder beruhigt.
Vor dem Absperrzaun haben sich inzwischen immer mehr Schaulustige und Timmy-Fans versammelt. Geschätzt 30 bis 40 Leute verfolgen – zum Teil mit Ferngläsern – die Bergungsarbeiten.
Vier Helfer auf Stand-up-Paddles waren erneut bei Timmy und haben offenbar geprüft, ob bei dem Wal alles in Ordnung ist.
Der Ponton nähert sich dem Wal. Laut einer BILD-Reporterin vor Ort, fährt er „im Schneckentempo“.
Offenbar hat ein Mann versucht, sich unberechtigt dem Wal zu nähern. Er wurde von einem Polizisten gestoppt und und aus der Schutzzone gebracht.
Eine Sprecherin des von Walter Gunz eingesetzten Helfer-Teams sagte am Freitagmittag: „Der Wal hat sich heute schon wunderbar bewegt. Wir haben viel Energie gespürt.“
Die Tierärztin Janine Bahr van Gemmert sagte, dass die Tücher, die auf Timmys Haut gelegt werden, eine spezielle Salzlösung enthalten. Außerdem könne sich die kaputte Haut des Wals im salzhaltigen Wasser des Atlantiks wieder regenerieren.
Die Tierärztin Janine Bahr van Gemmert sagte: „Wir wollen das Tier ohne Stress aus dieser Situation holen. Er kommt aus diesem Gefängnis raus.“ Die Ärztin weiter: „Der Wal ist heute Vormittag bereits in Richtung Fahrrinne gerobbt.“ Ihr Eindruck: „Man hätte früher anfangen können. Jetzt haben wir das Go und machen das Beste für das Tier. Langsames Dahinsiechen ist kein ruhiges Sterben, von dem immer alle reden.“ Das Tier merke, das ihm geholfen werden soll. „Wir sind auf einem guten Weg. Auch wenn wir nicht wissen, wie es ausgeht.“
Es sieht so aus, als würde Timmy jetzt deutlich tiefer im Wasser liegen. Entweder ist der Wasserstand gestiegen oder der Wal hat sich durch seine Bewegungen tiefer in den Schlick hinein gewühlt. Zudem ist er mindestens 5 Meter vom Sprenkler, der ihn befeuchtet, weggeschwommen.